VOLKSSOLIDARITÄT – bürgernah für Bürger da

Im nächsten Jahr – 2020 – feiert die Volkssolidarität ihren 75. Geburtstag.

Dieses Ereignis wollen wir zum Anlass nehmen einiges aus der Geschichte unseres Kreisverbandes aufzuarbeiten. Unser Vorstand, Geschäftsführung, Mitarbeiter und unsere ehrenamtlich Engagierten in den Gruppen beschäftigen sich bereits seit einiger Zeit mit der Geschichte der Volkssolidarität in unserem Gebiet. In Beratungen mit den Freunden wurden dazu Erfahrungen ausgetauscht und einige Gruppen stellten uns Materialien zur Verfügung über die Entstehung von Ortsausschüssen aus dieser Zeit. Damit auch spätere Generationen sich an diese Zeit erinnern können, soll ein geschichtlicher Umriss bis zur Gegenwart entstehen. Daran arbeitet eine Arbeitsgruppe unter Einbeziehung einiger Mitgliedergruppen. Ein kurzer Überblick darüber soll auf die Entwicklung seit 75 Jahren eingehen.

1945 nach dem Ende des zweiten Weltkrieges, wurde die Volkssolidarität als antifaschistisches Bündnis von Parteien, Kirchen und Gewerkschaften gegen die Wintersnot nach dem Krieg gegründet. Der Verband versteht sich seit jeher als Gemeinschaft von Menschen für Menschen aller Generationen, unabhängig von ihrer Herkunft und ihrer nationalen und religiösen Zugehörigkeit, und bekennt sich zu Frieden, Solidarität, Humanismus und Demokratie als grundlegende Werte. Auch in unserem Territorium bildeten sich überall Ausschüsse der Volkssolidarität.

Mit der Gründung der DDR und der Herausbildung staatlicher Strukturen wurde manches von dem, was in der Nachkriegszeit der Volksinitiative überlassen war, den staatlichen Institutionen überantwortet, deshalb fand die VOLKSSOLIDARITÄT ab Mitte der 50er Jahre schließlich auf einem besonderen und sehr wichtigen Feld reiche Betätigung: der Rentnerbetreuung. Uns ist diesem Zusammenhang wichtig, nochmals daran zu erinnern, dass bereits im Jahre 1950 der damalige Kreisausschuss in einer Delegiertenkonferenz über eine erfolgreiche Arbeit berichten konnte. Die Betreuung Älterer und Hilfebedürftiger, die Mahlzeiten- und Hauswirtschaftsdienste sowie ein vielgestaltiges, weitverbreitetes Mitglieder- und Klubleben bestimmten seither bis zum Ende der DDR das Profil der VOLKSSOLIDARITÄT.

Seit nunmehr 30 Jahren sind wir ein eingetragener Verein, welcher gemeinnützige Aufgaben erfüllt. Auf der Grundlage unserer Satzung wenden wir uns der Betreuung hilfsbedürftiger Menschen aller Altersgruppen zu. Im Mittelpunkt steht weiterhin die Seniorenbetreuung mit unseren herkömmlichen Diensten, wie Pflege, Hilfe im Haushalt, Mahlzeitendienst, Hausnotruf, Betreutes Wohnen und andere Hilfen. Neben diesen Aufgaben sind wir seit 1993 anerkannter freier Träger der Jugendhilfe, betreiben Kindertageseinrichtungen und bieten sozialpädagogische Dienste im Auftrage des Jugendamtes an.

Wie bereits erwähnt, arbeitet unsere Arbeitsgruppe daran, unsere Tradition und die gegenwärtigen Betätigungsfelder der Öffentlichkeit weiterhin zugänglich zu machen.

Materialien bzw. Erinnerungsstücke, die über Aktivitäten unseres Verbandes berichten, nehmen unsere Geschäftsstelle und Einrichtungen gern entgegen, um sie auch weiterhin zu erhalten.

 

VOLKSSOLIDARITÄT
Kreisverband Borna e.V.
Anne Mortan
Vorsitzende

Fachtag im Bereich Hilfen zur Erziehung am 11.09.2019

Die VOLKSSOLIDARITÄT Kreisverband Borna e.V. bietet seit 1994 Hilfen zur Erziehung an.

Im Vordergrund der SPFH steht als oberster Grundsatz, den Betroffenen Hilfe zur Selbsthilfe zu bieten. Die Eltern sollen in ihrer Erziehung beraten, unterstützt und begleitet werden. Besonders wichtig ist das für die Kinder in der Familie. Denn diese brauchen ein liebevolles zu Hause und Eltern, die für sie da sind und ihnen beim „Großwerden“ helfen. Die/der Sozialpädagogische FamilienhelferIn berät die gesamte Familie. Die Arbeit ist so angelegt, dass die Familie mit Unterstützung schaut, was gut klappt und so weitergelebt werden kann. Dann seht im Mittelpunkt, was die Familie belastet und gemeinsam verändern will. Helfer und Familie suchen dabei nach Lösungen, die gut zur Familie passen.

Mit viel Wertschätzung begleitet der/die MitarbeiterIn solche Zeiten. Wir bieten Ideen an. Die Klienten selbst probieren das Neue aus und entscheiden, was bei ihren Lebensumständen möglich ist. Bei den Hilfen besteht immer das Gebot der Freiwilligkeit in der Annahme der Hilfe. Ohne dies kann unsere Arbeit mit den Hilfesuchenden nicht erfolgreich sein. Die Hilfe ist zeitbegrenzt und kostenlos für die Hilfesuchenden.

Um wirkungsvoll begleiten zu können, benötigt jede/r MitarbeiterIn in unserem Team viel aktuelles Fachwissen und regelmäßig Erfahrungsaustausch mit anderen Helfern. Daher organisiert unser VOLKSSOLIDARITÄT Landesverband Sachsen e.V. schon seit 23 Jahren ein Fachtag für die sozialpädagogischen Helfer. Verschiedenste Themen haben wir uns schon auf die Tagesordnung gesetzt. So zum Beispiel: Konfliktbearbeitung in Familien, psychische Erkrankungen von Familienmitgliedern, Arbeit mit suchtbelastete Familien, Erkennen und Handeln bezüglich Kindeswohlgefahr, Datenschutz in der Sozialen Arbeit und auch wie der Helfer ein hilfreicher Helfer bleibt. Die Themen unserer Fachtagungen sind über die vielen Jahre immer geprägt von der aktuellen Notwendigkeit für die Teilnehmer.

In diesem Jahr waren wir die Gastgeber und 63 MitarbeiterInnen aus ganz Sachsen sind unserer Einladung gefolgt.

Zum Auftakt würdigten wir gegenseitig unsere langjährig bestehenden Projekte der VOLKSSOLIDARITÄT im Bereich Hilfen zur Erziehung im Land Sachsen. Viele der Anwesenden waren schon über 20 Jahre in diesem Bereich der Sozialarbeit tätig. Uns „Alten Hasen“ gelingt es auch heute noch junge KollegInnen für unser Arbeitsfeld zu begeistern.

So haben wir in unseren verschiedenen Teams eine gute Mischung zwischen Jung und Alt.

Das ergibt, wie in vielen anderen Berufen, viele Chancen und Herausforderungen für alle.

Der Fachtag am 11.09.2019 stand unter einem besonderen Thema: „Soziale Arbeit mit traumatisierten Menschen“. Eine externe Dozentin brachte uns das Thema theoretisch, dennoch sehr anschaulich, näher. Wir Teilnehmer stellten einmal mehr fest, wie oft uns in der täglichen Arbeit Menschen aller Altersgruppen mit traumatischen Erlebnissen in verschiedenster Art und Weise begegnen. Oft ist die Umwelt sehr verwundert über das besondere Verhalten und wendet sich sehr häufig ab. Das unterstützt die traumatisierten Menschen jedoch nicht.

Wir Helfer arbeiten systemisch nach dem Grundsatz: Verhalten macht Sinn, wenn man den Kontext kennt. Emphatisch arbeiten wir dann an dem, was uns in der Hilfe gemeinsam mit den Klienten möglich ist und begleiten im Bedarfsfall zu weiterführenden Therapien.

In den wertvollen Gesprächen miteinander berichteten wir von ähnlichen Erfahrungen und Vorgehensweisen. Die neuen Erkenntnisse aus diesem Fachtag helfen in unserer Arbeit vor Ort in den Familien, diese noch besser zu verstehen und dann passgenauer helfen zu können.

Wir alle verabschiedeten uns bis zum nächsten Jahr ganz herzlich.

VOLKSSOLIDARITÄT Kreisverband Borna e.V.

Yvonne Schlagowsky

Bereichsleiterin Hilfen zur Erziehung

GROSSE PUPPENAUSSTELLUNG zum 10-jährigen Puppentreff mit Frau Manuela Rutsch bei der VOLKSSOLIDARITÄT Kreisverband Borna e. V.

Man kann es gar nicht glauben, 10 Jahre Puppentreff liegen hinter uns.

Der 1. Puppentreff am 2. September 2009 – als wäre es gestern gewesen.

Eine ereignisreiche Zeit – angefüllt mit vielen Veranstaltungen, Ausflügen, Messen und Begegnungen. Jeden 1. Mittwoch im Monat findet unser Puppentreff statt. Bei Kaffee und Kuchen treffen sich Puppensammler genauso wie Interessierte und Liebhaber von Teddybären, Affen und anderen liebgewonnenen Kuscheltieren. Wir haben viel erlebt, gesehen und erfahren, waren in Sonneberg genauso wie in Eschwege, in Münster, dem Spreewald, Dessau, Gelenau und Elterlein. Erneut sind wir zu der Erkenntnis gekommen, dass es in Borna wieder ein Treffen vieler bekannter Puppenkünstler und eifriger Puppensammler geben muss. Daraus wurde ein Plan und bald nahm die Puppenausstellung für Borna Gestalt an. 12 Aussteller aus nah und fern trafen auf Puppen- und Bärenfreunde und manch einer war weit gereist, um uns in Borna zu besuchen. Puppenkünstler mit ihren eigenen Kreationen, Freund Teddybär durfte auch nicht fehlen, dazu jede Menge Zubehör und Ausstattung. Es war ein reges Treiben. Die Traumwolkenbabys von Frau Börner aus Elterlein fanden ihre Liebhaber genauso wie die Rebornbabys von Frau Franke aus Weißenfels sowie Frau Schönfeld mit ihren kleinen Lieblingen aus Dessau. Trotz strahlendem Sonnenschein konnten wir nur eine kleine Schar Besucher, also unsere treuen Anhänger, willkommen heißen. Unsere Aussteller, nutzten die Gelegenheit und widmeten jedem Neugierigen ihre volle Aufmerksamkeit, um ihren Wissensdurst stillen zu können. An dieser Stelle wollen wir allen Ausstellern, Organisatoren und den guten Geistern im Hintergrund Danke sagen für eine wirklich gelungene Veranstaltung. Vielen Dank auch Frau Napierski für ihren Besuch. Wir haben uns sehr gefreut, sie in Vertretung unserer Oberbürgermeisterin Frau Luedtke begrüßen zu dürfen. Sie konnte sich ein Bild von unserem Puppentreff und den verschiedenen kreativen Richtungen unserer Aussteller machen. Frau Hering ihres Zeichens Augenoptikermeisterin in Borna, outete sich als Teddybärensammlerin und ließ es sich nicht nehmen ihre Sammlung mit zwei besonders schönen Exemplaren zu erweitern. Auch in den nächsten zehn Jahren haben wir unseren jährlichen Oster- und Weihnachtsmarkt und noch viele schöne Puppentreffs an denen wir uns erfreuen können. Aber zuerst laden wir alle ein, ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen und mit Monika Schönfeld aus Dessau einem eigenen Puppenkind auf die Welt zu helfen. Am 11. Und 12. Januar 2020 ist es soweit, wer Interesse hat kann sich bei Frau Rutsch zum Puppenseminar anmelden. Am 10. September 2011 war Frau Schönfeld zum ersten Mal in Borna zu Gast. Sie bringt ihr Wissen und Können mit, um uns im Kurs Fähigkeiten und Fertigkeiten zu vermitteln, die unseren Puppenkindern Leben einhauchen. Viele kleine und große Rebornpuppenbabys haben seit dem bei uns das Licht der Welt erblickt. Das Puppenjahr 2019 wollen wir ausklingen lassen mit kleinen und großen Überraschungen auf unserem Weihnachtsmarkt. Deshalb laden wir alle ein, am 30. November 2019 14.00 Uhr im Betreuten Wohnen der VOLKSSOLIDARITÄT Kreisverband Borna e. V., in der Pawlowstraße, zum diesjährigen Weihnachtsmarkt, uns zu besuchen. Mit unserem Motto „Miteinander Füreinander“ und „Gemeinsam statt Einsam“ freuen wir uns schon jetzt, und auch in Zukunft, auf schöne Veranstaltungen unter dem Dach der VOLKSSOLIDARITÄT Kreisverband Borna e. V.

Manuela Rutsch

Mitarbeiterin Geschäftsstelle

VOLKSSOLIDARITÄT Kreisverband Borna e. V.

Volleyballteam der VOLKSSOLIDARITÄT blickt auf Bornaer City Beach

Alle Jahre wieder und nun ist es endlich soweit – gemeinsam veranstalten die Städtischen Werke (SWB) und die Bornaer Wohnungsbaugesellschaft (BWS) die fünfte Auflage des City Beach in Borna. Und genau darauf bereitet sich momentan das Volleyballteam der VOLKSSOLIDARITÄT vor. Der Veranstalter plant insgesamt drei Turniere, den sogenannten „Firmencup“ sowie zwei „Jedermannturniere“. Und selbstverständlich möchte das Team an allen Turnieren teilnehmen.

Jeden Dienstag um 19:00 Uhr wird in Kitzscher gemeinsam „gezockt“. In den Sommermonaten wird der Beachplatz des Jugendclubs genutzt und im Winter geht es in die danebenliegende Sporthalle. Ein gemeinsames Hobby verbindet, denn im Team sind Mitarbeiter aus den unterschiedlichen Fachbereichen vertreten. Es ist “ […] eine gute Möglichkeit, um auch mal die anderen Kollegen kennenzulernen, die man eher selten zu Gesicht bekommt“, wie Frau Franke, Mitarbeiterin aus der Geschäftsstelle, sagt.

Auch anderen Firmen ist das Team der VOLKSSOLIDARITÄT nicht unbekannt. So wurden schon einige Probespiele mit Lotter Metall GmbH oder dem Karnevalsverein Kitzscher ausgetragen, sowie gemeinsame Trainingseinheiten organisiert.

Am 17.08.2019 startet um 14:00 Uhr das erste Jedermann-Turnier am City Beach in Borna, zu welchem das Team alle Sportbegeisterten und Interessierten zur mentalen Unterstützung einlädt.

P.S. Weitere Mitglieder sind immer herzlich Willkommen. Interessierte Mitarbeiter der VOLKSSOLIDARITÄT können sich ganz einfach in der Geschäftsstelle unter 03433 205620 melden.

Wir sehen uns im Sand.

Lucas Baumann

Qualitäts- und Projektmanager
VOLKSSOLIDARITÄT Kreisverband Borna e.V.

 

Puppentreff feiert seinen 10. Geburtstag

Dazu möchten wir Sie herzlich zur großen Puppenausstellung einladen.

Die Eröffnung findet:

am 24.08.2019
ab 10:00 Uhr 
im Betreuten Wohnen der VOLKSSOLIDARITÄT Kreisverband Borna e.V., Dinterplatz 1, 04552 Borna statt.

Eintritt: 2,00 €

Folgende Aussteller sind für Sie da:

  • Traumwolken – Baby´s aus Elterlein
  • Teddy´s und Puppen aus Leipzig
  • Puppenkinder aus Steinbach
  • Handarbeiten fürs Baby aus Leipzig
  • Puppentreff aus Borna
  • Tombola aus Neukirchen
  • Rebornbabys aus Hermsdorf
  • Rebornbabys aus Weißenfels
  • Handarbeiten
  • Puppenbekleidung
  • Schmuck
  • Gestrickte Puppen aus Haselbach

Wir freuen uns auf Sie.

Manuela Rutsch

VOLKSSOLIDARITÄT Kreisverband Borna e.V.

 

25 Jahre Hilfen zur Erziehung bei der VOLKSSOLIDARITÄT Kreisverband Borna e.V.

Vor über 25 Jahren standen wir vor der Aufgabe, Hilfen zur Erziehung anzubieten, das heißt Sozialpädagogische Familienhilfe, Erziehungsbeistand und Hilfe für junge Volljährige in Form von ambulanten Hilfen. Fünf Jahre später kam dann unsere Sozialpädagogische Tagesgruppe als teilstationäre Einrichtung dazu. Unsere Bereichsleiterin, Yvonne Schlagowsky, ist von Anfang an dabei und hat an der konzeptionellen Gestaltung und der Qualitätsentwicklung im gesamten Bereich einen wesentlichen Anteil. Bei unserm Hilfeangebot handelt es sich um eine intensive Unterstützung von Familien in ihren Erziehungsaufgaben, bei der Bewältigung von Alltagsproblemen, der Lösung von Konflikten und Krisen. Beim Kontakt zu Ämtern und Institutionen wird ebenfalls aktive Hilfe und Unterstützung gegeben. Sozialpädagogische Familienhilfe ist nicht, wie irrtümlich oftmals angenommen, eine Form der Haushaltshilfe oder der gesetzlichen Betreuung. Die Hilfe wird in der Regel für einen gemeinsam abgestimmten Zeitraum geleistet und erfordert das aktive Mitwirken der Familien. Oberster Grundsatz ist dabei, den Betroffenen Hilfe zur Selbsthilfe zu geben. Eltern werden in ihren Erziehungsaufgaben beraten, unterstützt und begleitet. Besonders wichtig ist das für die Kinder in der Familie. Unsere Mitarbeiter beraten die gesamte Familie. So erhalten auch Jugendliche Unterstützung bei der Bewältigung ihrer Alltagsangelegenheiten. Der Kontakt von Familien, welche Hilfe benötigen, wird durch den Allgemeinen Sozialen Dienst des Jugendamtes beim Landratsamt des Landkreises Leipzig aufgebaut. Wir kommen in einem Großteil des Landkreises Leipzig zum Einsatz. Unsere Arbeit mit den Klienten basiert auf einer freiwilligen und vertrauensvollen Zusammenarbeit als wichtige Grundlage für erfolgreiche Veränderungen in den Familien. Sehr viele Familien konnten in den 25 Jahren durch uns Hilfe erhalten, pro Jahr betreuen wir im Team bis zu 60 Familien gleichzeitig. Zu unserem Team gehören 12 Sozialpädagogen. Jeder Mitarbeiter betreut 12 bis 14 Familien. Auf Grund des ständig steigenden, sich verändernden Hilfebedarfs und der gesellschaftlichen Erfordernisse ist es notwendig, dass wir uns regelmäßig zu den verschiedensten Themen weiterbilden.

Die bereits erwähnte Sozialpädagogische Tagesgruppe ist eine teilstationäre Einrichtung im Bereich Hilfen zur Erziehung. In der Regel betreuen drei Erzieherinnen 8 Kinder in einer Gruppe. Seit der Eröffnung konnten wir ca. 90 Kindern mit ihren Eltern auf ihrem Entwicklungsweg helfen. So wirkt die Tagesgruppe entlastend und gibt den Eltern Unterstützung zur Bewältigung ihrer Alltagsherausforderungen, die bei der Erziehung und Betreuung der Kinder in besonders herausfordernden Zeiten an sie gestellt werden. Im Focus unserer Arbeit steht die Wiederherstellung eines positiven Selbstwertgefühles und Vermittlung von Werten im Sinne unserer Vereinsphilosophie. Sozialpädagogisch und therapeutisch werden die Kinder gefördert und gefordert. Mitten in ihrem sozialen Lebensumfeld lernen die Kinder sich zurecht zu finden und im Alltag besser zu bestehen. Auch ein „vierbeiniger“ Mitarbeiter“, Therapiehund „Betty“, erfreute sich bei den Kindern großer Beliebtheit. Das vielfältige pädagogische Spektrum konnte durch erlebnisorientierte Reitpädagogik, mit dem Therapiepferd „Jessy“, erweitert werden.

Durch Tagesausflüge und andere Aktivitäten im gesamten Bereich der ambulanten Hilfen zur Erziehung unterstützen wir die Erweiterung der Umweltkenntnisse und Ideen zur sinnvollen Freizeitgestaltung bei den uns anvertrauten Familien. Dadurch lernen die Kinder Ausflugsziele kennen und erleben Höhepunkte, was anderweitig nicht allen geboten werden könnte. Bei Freizeitunternehmungen und der alljährlichen Urlaubsfahrt können dann alle Teilnehmer ihr Können im Umgang miteinander unter Beweis stellen.

Im Rahmen einer generationsübergreifenden Arbeit, entsprechend unserem Leitbild der VOLKSSOLIDARITÄT besteht eine hilfreiche Verbindung zu unseren Mitgliedern und Senioren in

Gruppen, Begegnungsstätten und Strickcafés. Hier werden viele Strickwaren angefertigt, die den Kindern unserer betreuten Familien zu Gute kommen. Auch Sach- und Geldspenden stellen unsere Mitglieder für die Kinder zur Unterstützung zur Verfügung. Die Kinder geben ihren Dank und Respekt auf vielfältige Weise zurück. Die Mitarbeit in entsprechenden Fachgremien ist uns sehr wichtig. Wir fühlen uns gut im Netz der Hilfen, entsprechend dem SGB VIII eingegliedert und wirken aktiv an seiner Gestaltung mit.

Anne Mortan

Vorstandsvorsitzende der VOLKSSOLIDARITÄT Kreisverband Borna e.V.

Verhinderungspflege – Was ist das?

Wer in seinem Umfeld keine Person zu pflegen hat, weiß oft gar nicht, was „Verhinderungspflege“ ist. Aber auch pflegenden Angehörigen ist oft nicht bewusst, was es für Möglichkeiten gibt, den Pflegealltag, der eine große Herausforderung sein kann, zu entlasten. Nicht selten kommt eine Pflegeperson selber an ihre körperlichen und nervlichen Grenzen und möchte gern eine Auszeit nutzen, um Kraft zu sammeln. Ob in der Urlaubszeit oder auch durch einen eigenen Ausfall, z.B. einen Krankenhaus- oder Kuraufenthalt, macht sich diese Hilfe erforderlich. Eine Möglichkeit ist die Verhinderungspflege nach § 39 SGB XI. Diese bietet der ambulante Pflegedienst der VOLKSSOLIDARITÄT Kreisverband Borna e.V. seit einigen Jahren an. So haben Pflegepersonen die Möglichkeit ihre zu pflegenden Angehörigen durch den Pflegedienst der Volkssolidarität versorgen zu lassen. Diese Verhinderungspflege kann in der privaten Häuslichkeit oder auch in einem Pflegezimmer der Betreuten Wohnanlagen genutzt werden. Die Verhinderungspflege kann stundenweise, aber auch tageweise erfolgen. Im Vorfeld wird mit der Pflegedienstleitung der notwendige Bedarf besprochen werden und es kann bei der Antragstellung auf Verhinderungspflege bei der Pflegekasse des zu Pflegenden unterstützt werden. Verhinderungspflege kann frühestens nach einem halben Jahr der Pflege, bei mindestens vorhandenem Pflegegrad 2, in Anspruch genommen werden. Die Pflegekasse zahlt für max. 42 Tage im Kalenderjahr Leistungen in Höhe von 1.612,00 €, wenn die Leistungen durch das Personal des Pflegedienstes durchgeführt werden. Es bestehen weitere finanzielle Möglichkeiten, die bei Bedarf individuell besprochen werden sollten. Bei Nutzung der Verhinderungspflege in einer der Betreuten Wohnanlagen der VOLKSSOLIDARITÄT Kreisverband Borna e.V. stehen dem Patienten voll möblierte 1- oder 2-Bett-Zimmer zur Verfügung. Diese sind mit einem Notrufgerät, Telefon, Pflegebett, Fernseher, Teeküche und einem barrierefreien Bad mit Dusche ausgestattet. Des Weiteren besteht auch in einem Pflegebad mit Pflegewanne ebenfalls die Möglichkeit einer optimalen pflegerischen Versorgung. Die komplette Mahlzeitenversorgung wird angeboten und es besteht, bei Interesse des Patienten, die Möglichkeit der Teilnahme an diversen Veranstaltungen.

Pflegende erhalten bei Beratungshausbesuchen zielgerichtet Informationen zu Angeboten für pflegende Angehörige von der Pflegedienstleitung oder der beauftragten Pflegefachkraft. Außerdem erfahren Sie in Flyern, auf der Homepage, im Servicebüro und in der Geschäftsstelle der VOLKSSOLIDARITÄT Kreisverband Borna e.V. Wissenswertes über das umfangreiche Hilfeangebot. Oder Sie informieren sich bei Vorträgen in den Orts- und Interessengruppen in den Begegnungsstätten der Volkssolidarität. Ansprechpartner sind selbstverständlich auch die Pflegekassen, das Sozialamt oder auch die Pflegeberater der Krankenkassen. Bei Bedarf empfiehlt es sich, die Nutzung der Verhinderungspflege in der Sozialstation der VOLKSSOLIDARITÄT Kreisverband Borna e.V. rechtzeitig anzufragen. Regelmäßig nutzen Angehörige diese Möglichkeit, ihre Pflegepersonen in fachgerechte Versorgung zu geben, so dass die eigene Erholung möglich wird. Dabei kümmert sich das Pflegepersonal um alle notwendigen Leistungen. Auch Therapien, wie z. B. Physiotherapie oder auch Ergotherapie werden organisiert. Dabei kann die VOLKSSOLIDARITÄT Kreisverband Borna e.V. seit drei Jahren auf eine vereinseigene Praxis für Ergotherapie zurückgreifen. Auch Patienten, die nach einem Krankenhausaufenthalt noch nicht wieder allein ihren Alltag zu Hause bestreiten können, nutzen die Möglichkeiten der Hilfen im Rahmen der Verhinderungspflege. Gern beraten wir Sie und wünschen Ihnen einen schönen Sommer.

 

VOLKSSOLIDARITÄT Kreisverband Borna e.V.

Grit Donner

Bereichsleiterin Pflege und soziale Dienste

Jeden Tag ein leckeres, ausgewogenes Mittagessen!

Essen hält bekanntlich Leib und Seele zusammen. Doch manch einer fragt sich: Was ist die richtige Ernährung für mich? Besonders auch im Alter oder wenn gesundheitliche Probleme bestehen, ist es manchmal gar nicht so einfach, sein Essen nach erforderliche Kriterien auszuwählen. Eine Hilfe bietet da die VOLKSSOLIDARITÄT Kreisverband Borna e.V. bereits seit Jahrzehnten an. Im kommenden Jahr begeht die Volkssolidarität ihren 75. Geburtstag. Von jeher ist die Versorgung Bedürftiger mit einer warmen Mahlzeit eines ihrer zahlreichen Aufgaben. Dabei wurde der Mahlzeitendienst immer den Bedürfnissen und Möglichkeiten der Versorgung angepasst. Nach dem Krieg fand die Verteilung eins warmen Essens in den Suppenküchen statt. Zu DDR Zeiten gab es Veteranenklubs, in denen täglich Mahlzeiten eingenommen werden konnten und die Verteilung in kleinen Esskübeln nach Hause zu den Rentnern, die nicht mehr selber kommen konnten, erfolgte durch viele fleißige Helfer zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Trabi. Die Speisen wurden in den Werksküchen de Region gekocht. Teilweise kochten auch Köchinnen und zahlreiche Küchenhelfer selbst in den Rentertreffs. Nach der Wende, als zahlreiche Werksküchen geschlossen wurden, sah sich die Volkssolidarität nach Alternativen um. Dabei wurde neue Essenanbieter zu Partnern.

Einer dieser Anbieter ist die Menü-Manufaktur Hofmann. Während in den Anfängen der Belieferung fertig gekochte Gerichte in einzeln verpackte Plastepäckchen hergestellt wurden und im heißen Wasserbad erwärmt wurden, wird das Gericht von heute als komplette Mahlzeit tiefgefroren in der Menüschale an die Auslieferungsstellen der Volkssolidarität geliefert und dort  in großen Heißluftgeräten fertig gekocht. Dabei kann der Essenskunde aus einem umfangreichen Speiseplan mit täglich 4 Gerichten bei der VOLKSSOLIDARITÄT Kreisverband Borna e.V. auswählen. Bemerkenswert ist dabei das Angebot von zwei Vollkostmenüs, einer Schonkost und einer für Diabetiker geeigneten Mahlzeit. Die Angaben von Broteinheiten und der Ausweis der verwendeten Zutaten, welche wichtig für Allergiker sind, sind dabei selbstverständlich. Die Fima Menü-Manufaktur Hofmann legt großen Wert auf Handarbeit und verzichtet vollkommen auf Geschmacksverstärker, Konservierungsstoffe, künstliche Farbstoffe sowie künstliche Aromastoffe, so dass die Speisen für Jung und Alt gut verträglich sind und dabei noch gut schmecken.

Besonders im Bereich Mahlzeitenversorgung in den Kindereinrichtungen der VOLKSSOLIDARITÄT stehen auch Trendgerichte wie Auflauf, Lasagne und andere kindergerechte Menüs auf dem Speiseplan. Unter dem Kriterium der kindergerechten Entwicklung sind diese Gerichte in Sachen Nährwert entsprechend angepasst.

Die Senioren freuen sich auch auf teilweise auf regionale Lieblingsgerichte wie marinierter Hering oder Quark und Kartoffeln. Aber auch eine Form der Mahlzeitenversorgung mit pürierter Kost oder Trinknahrung ist möglich. Gerade im Alter oder bei bestimmten Krankheiten sind Essenteilnehmer dankbar, dass es dieses Angebot gibt.

Geliefert wird das Essen jeden Tag, 365 Tage im Jahr, in der Woche, am Wochenende und auch am Feiertag. Zu einem einheitliche Preis erhält jeder Essenteilnehmer nach Auswahl auf dem Speiseplan seine Mahlzeit warm nach Hause geliefert. Mit dem „Essen auf Rädern“ liefert die VOLKSSOLIDARITÄT Kreisverband Borna e.V. täglich über 200 warme Mahlzeiten aus. In den Begegnungsstätten der Betreuten Wohnanlagen erhalten 152 Senioren ihr Mittagessen auf dem Teller serviert und in 4 der Kitas werden täglich 275 Kinder mit Essen versorgt.

All das geht nicht ohne die zahlreichen fleißigen Mitarbeiter im Bereich Mahlzeitendienst. Von der Bestellung bis zum Verzehr, die Kollegen stellen sich der täglichen Herausforderung für die großen und kleinen Essenteilnehmer und sorgen für ein gesundes Mittagessen.

Haben Sie ebenfalls Interesse an unserem Angebot oder möchten sich weiter informieren? Dann schauen Sie einfach auf unserer Website im Bereich Mahlzeitendienst rein. Hier finden Sie neben den aktuellen Speiseplänen auch unsere Ansprechpartner für den Raum Borna und Pegau.

Wir freuen uns auf Sie.

Ihre VOLKSSOLIDARITÄT Kreisverband Borna e.V.

Grit Donner
Bereichsleiterin Pflege und soziale Dienste

Geschichte des Maskottchens der VOLKSSOLIDARITÄT Kreisverband Borna e.V.

Vor über 14 Jahren, also im 60. Jahr der Gründung der Volkssolidarität wurde der Gedanke geboren, unserem Kreisverband ein eigenes Maskottchen zu geben. Dieses sollte die enge Verbindung in der VOLKSSOLIDARITÄT Kreisverband Borna e.V. zwischen „Alt und Jung“

zum Ausdruck bringen und die Möglichkeit bieten, es zu allen Gelegenheiten nutzen zu können. In den Orts- und Mitgliedergruppen sowie in allen Einrichtungen wurden Überlegungen angestellt, wie so etwas aussehen sollte, vor allen Dingen sollte es das „Miteinander – Füreinander“, welches sich seit der Gründung unseres Vereins bewährt hatte, zum Ausdruck bringen. Im Verband besteht eine enge Verbindung zwischen alten und jungen Menschen. Es entstanden überall gute Ideen, wie diese Verbindung dargestellt werden konnte. Ein entsprechender Wettbewerb wurde im Verein ausgeschrieben und die ersten 3 Plätze jeweils mit einem Preis ausgezeichnet. Uns erreichten 25 sehr kreativ und liebevoll gestaltete Vorschläge. Eine Jury, bestehend aus 8 unparteiischen Vertretern der einzelnen Bereiche hatte die schwierige Aufgabe, neben 2 weiteren Plätzen, den Sieger zu ermitteln.

Den dritten Platz belegte damals die Ortsgruppen Kahnsdorf mit ihrem Bild der Familie Volkssolidarität „alt und jung bringt uns in Schwung“. Zweiter Platz war der „VOSI-Baum“ aus der Kita „Grashüpfer“ am Hochhaus. Angefangen von den Wurzeln, über Äste und Zweige die frischen Blätter und jungen Triebe veranschaulichte er die zahlreichen Tätigkeitsfelder unserer Arbeit. Den ersten Platz belegte die Ortsgruppe Flößberg für

„Miteinander – Füreinander/Jung und Alt – Hand in Hand“.

Es zeigt die inzwischen den meisten bekannte Eule und den kleinen Spatz.  Die Ortsgruppe begründet ihren Vorschlag so: „Die Eule steht für Weisheit des Alters, der kleine Spatz für die wissbegierige Jugend, und einer kann dem anderen helfen“.

Die Jury entschied sich für diesen Vorschlag als künftiges Maskottchen, da es die Aufgaben

der Volkssolidarität besonders treffend verkörpert. Inzwischen haben die beiden Namen erhalten – die Eule ist „Vosi“ und der kleine Spatz „Bo“.

Im Laufe der Jahre gab es verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten für das Maskottchen, z.B. sehr anschaulich aus Holz – zu sehen in den meisten Einrichtungen. Weiterhin gab es die beiden als Salz- und Pfefferstreuer getöpfert. Bis heute werden Eule und Spatz bei vielen Anlässen als Aufkleber verwendet.

Im nächsten Jahr, wenn die Volkssolidarität ihren 75 Jahrestag feiert, hat unser Maskottchen ebenfalls Grund zum Feiern: Es wird 15 Jahre alt. Bisher hat es sich gut bewährt und ist überall dabei. Das soll auch künftig so bleiben.

 

Anne Mortan

Vorsitzende
VOLKSSOLIDARITÄT
Kreisverband Borna e.V.

Ein Osterspaziergang der besonderen Art

Eine Woche vor Ostern nahmen wir uns den guten alten Goethe zum Vorbild und verlegten seinen Osterspaziergang einfach vor.

„Vom Eise befreit sind Strom und Bäche,

durch des Frühlings holden, belebenden Blick,

im Tale grünet Hoffnungs-Glück;“

Und wir hatten Glück durch die ersten Sonnenstrahlen waren viele Besucher unserer Einladung gefolgt. Der Ostermarkt vom Puppentreff Borna hatte in die Begegnungsstätte der VOLKSSOLIDARITÄT Kreisverband Borna e. V., Pawlowstraße 56/58 in Borna, eingeladen. Die kleinen Stände waren herausgeputzt und so ein buntes Markttreiben garantiert. Viele verschiedene Angebote lockten Groß und Klein aus ihren Häusern hervor. Was es aber auch alles zu sehen gab. Natürlich Ostereier in allen Varianten, Blumen und Deko in den Farben des Frühlings. Kleine Geschenke, Schmuck, Kerzen die das Herz und die Seele erfreuen. Stricksachen für kleine Puppenmuttis wie für große Puppensammlerinnen und auch für Jedermann zogen Interessenten an. Töpferwaren, Klöppelspitze, Kräuterey, Postkarten und vieles andere mehr, für jeden war etwas dabei. Und wer sich vom Marktgetümmel erholen wollte, konnte es sich bei Kaffee und Kuchen gut gehen lassen. Unser guter alter Goethe hätte gesagt:

„Zufrieden jauchzet groß und klein:

Hier bin ich Mensch, hier darf ich sein.“

Das lustige Markttreiben ist nun zu einer schönen Tradition geworden. Wir sagen „Miteinander füreinander“ und „Gemeinsam statt einsam“. Und es hat sich bewährt. Kommen Sie uns besuchen egal ob zum Markt, zum Puppentreff, alle Veranstaltungen der VOLKSSOLIDARITÄT Kreisverband Borna e. V. heißen jeden Gast herzlich willkommen. Wir treffen uns wieder, spätestens zum Weihnachtsmarkt am 30. November 2019 sowie zum großen Spektakel. Kaum zu glauben: 10 Jahre Puppentreff in der Begegnungsstätte des Betreuten Wohnens in Borna am Dinterplatz 1 am 24. August 2019 mit einer großen Puppenausstellung für Jedermann.

 

Manuela Rutsch

Mitarbeiterin der Geschäftsstelle

VOLKSSOLIDARITÄT Kreisverband Borna e. V.